Wohnbaufläche
Die aktuellen Bodenrichtwerte für Königs Wusterhausen zeigen zum Stichtag 01.01.2025 interessante Entwicklungen im Bereich der Wohnbauflächen. Besonders auffällig sind die hohen Werte in Senzig, wo für Ufergrundstücke am Krüpelsee Bodenrichtwerte von
700 €/m² ausgewiesen werden, was im Vergleich zum Vorjahr unverändert geblieben ist (±
0%). Weitere hochpreisige Lagen befinden sich in Wernsdorf am Wernsdorfer See mit
600 €/m² sowie in Zernsdorf mit
600 €/m² am Krossinsee. Die Kernstadt Königs Wusterhausen weist Bodenrichtwerte zwischen
300 und
410 €/m² auf.
Lage |
Bodenrichtwert €/m² |
Senzig (Ufergrundstücke) |
700 |
Wernsdorf (Seelage) |
600 |
Zernsdorf (Seelage) |
600 |
Zeesen |
320 - 370 |
Königs Wusterhausen (Kernstadt) |
280 - 410 |
Kablow |
170 - 340 |
Gemischte Baufläche
Bei den gemischten Bauflächen zeigt sich zum Stichtag 01.01.2025 eine Stabilisierung der Werte im Vergleich zum Vorjahr. In der Kernstadt Königs Wusterhausen liegen die Bodenrichtwerte bei
210 €/m² in zentralen Bereichen, während in Zeesen Werte von
210 €/m² erreicht werden. Besonders hervorzuheben ist der Bereich Neue Mühle, in dem für gemischte Bauflächen
100 €/m² ausgewiesen sind, was gegenüber dem Vorjahr konstant geblieben ist.
Lage |
Bodenrichtwert €/m² |
Königs Wusterhausen (Zentrum) |
210 |
Zeesen |
210 |
Neue Mühle |
100 |
Zernsdorf |
60 |
Gewerbliche Baufläche
Die Bodenrichtwerte für gewerbliche Bauflächen in Königs Wusterhausen rangieren zum Stichtag 01.01.2025 zwischen
35 und
220 €/m². Der Spitzenwert wird in Wildau mit
220 €/m² erreicht, wobei dieser Wert unverändert zum Vorjahr geblieben ist. In Königs Wusterhausen selbst liegt der höchste Wert für Gewerbeflächen bei
90 €/m² im nördlichen Stadtgebiet, während in Zernsdorf Werte von
40 €/m² verzeichnet werden.
Lage |
Bodenrichtwert €/m² |
Wildau |
220 |
Königs Wusterhausen Nord |
90 |
Königs Wusterhausen Zentrum |
80 |
Zernsdorf |
40 |
Wernsdorf |
35 |
Land- und forstwirtschaftliche Fläche
Die Bodenrichtwerte für land- und forstwirtschaftliche Flächen in Königs Wusterhausen weisen zum Stichtag 01.01.2025 eine einheitliche Struktur auf. Landwirtschaftliche Flächen werden mit einem Bodenrichtwert von
1,1 €/m² bewertet, was dem Vorjahreswert entspricht und somit keine Veränderung darstellt. Bei den forstwirtschaftlichen Flächen liegt der Bodenrichtwert konstant bei
0,9 €/m² in allen betrachteten Gebieten wie beispielsweise im Bereich des Krossinsees und nahe Zernsdorf.
Nutzungsart |
Bodenrichtwert €/m² |
Landwirtschaftliche Fläche |
0,90 - 1,10 |
Liegenschaftszinssätze spiegeln Marktentwicklung wider
Für Mehrfamilienhäuser im Berliner Umland, zu dem Königs Wusterhausen zählt, wurde ein durchschnittlicher Liegenschaftszinssatz von
2,8% ermittelt. Bei Wohn- und Geschäftshäusern beträgt der Liegenschaftszinssatz im Berliner Umland
3,7%.
Für reine Geschäftshäuser wurden aufgrund der geringen Anzahl an Kauffällen nur vorläufige Werte ermittelt. Im Berliner Umland liegt der Liegenschaftszinssatz bei
2,4%. Bei Wohnungseigentum im Berliner Umland wurde ein Liegenschaftszinssatz von
1,7% festgestellt. Diese Werte sind aufgrund der geringen Datenbasis mit Vorsicht zu interpretieren.
Immobilienart |
Berliner Umland |
Mehrfamilienhäuser |
2,8% |
Wohn- und Geschäftshäuser |
3,7% |
Reine Geschäftshäuser* |
2,4% |
Wohnungseigentum |
1,7% |
*Vorläufige Werte aufgrund geringer Datenbasis
Immobilienmarkt zeigt rückläufige Tendenz
Im Jahr 2023 wurden in Königs Wusterhausen insgesamt
48 Kauffälle für Ein- und Zweifamilienhäuser registriert, was einen Rückgang von
-10,2% im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Bei Reihenhäusern und Doppelhaushälften gab es
9 Kauffälle, ein Rückgang um
-22,2%. Der durchschnittliche Kaufpreis für ein freistehendes Ein- und Zweifamilienhaus betrug
446.000 €, was einer Abnahme von
-17,7% entspricht.
Immobilienart |
Kauffälle 2023 |
Veränderung zum Vorjahr |
Ein- und Zweifamilienhäuser |
48 |
-10,2% |
Reihenhäuser und Doppelhaushälften |
9 |
-22,2% |
Langfristige Preisentwicklung zeigt Stabilisierung
Die langfristige Preisentwicklung für Bauland in Königs Wusterhausen zeigt nach Jahren des starken Wachstums eine Stabilisierung. Der Bodenpreisindex für Wohnbauland (Basisjahr 2000 = 100) erreichte 2023 einen Wert von
523, was einem Rückgang von
-4,2% gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Jahr |
Bodenpreisindex |
2019 |
429 |
2020 |
466 |
2021 |
507 |
2022 |
546 |
2023 |
523 |