Wohnbauflächen
Die Bodenrichtwerte für Wohnbauflächen in Eberswalde zeigen zum Stichtag 01.01.2025 bemerkenswerte Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr. Die Werte bewegen sich nun zwischen
115 €/m² und
180 €/m², was einen deutlichen Anstieg gegenüber dem Vorjahr (
85 €/m² bis
160 €/m²) darstellt. Besonders in Finow ist ein signifikanter Preisanstieg von
85 €/m² auf
115 €/m² zu verzeichnen, was einer Steigerung von
35,3% entspricht. In der Innenstadt entlang der Eberswalder Stadtmitte wurden die Höchstwerte von
180 €/m² ermittelt - ein Anstieg um
12,5% gegenüber dem Vorjahreswert von
160 €/m².
Lage |
Wohnbauflächen (€/m²) |
Finow |
115 - 125 |
Nordend |
135 |
Westend |
180 |
Stadtmitte |
180 |
Ostend |
140 - 190 |
Südend |
135 |
Gemischte Bauflächen
Bei den gemischten Bauflächen in Eberswalde zeigt sich zum Stichtag 01.01.2025 ebenfalls ein Anstieg der Bodenrichtwerte. Die Werte liegen nun zwischen
110 €/m² und
140 €/m². Im Vergleich zum Vorjahr, als der höchste Wert in diesem Segment bei
240 €/m² in der Altstadt lag, ist eine Neustrukturierung der Bewertungsgrundlagen zu beobachten. Besonders auffällig sind die einheitlichen Werte von
130 €/m² in mehreren Stadtteilen wie Finow und Teilen Westends. In Ostend wurden Werte von
140 €/m² festgestellt.
Lage |
Gemischte Bauflächen (€/m²) |
Finow |
110 - 130 |
Westend |
130 |
Stadtmitte |
130 |
Ostend |
130 - 140 |
Gewerbliche Bauflächen
Die Bodenrichtwerte für gewerbliche Bauflächen in Eberswalde wurden zum Stichtag 01.01.2025 neu bewertet und zeigen moderate Veränderungen. Die Werte bewegen sich aktuell zwischen
10 €/m² und
40 €/m². Im Vergleich zum Vorjahr (
10 €/m² bis
20 €/m²) ist besonders der Höchstwert in einigen Gebieten um
100% gestiegen. In der Britzer Straße beispielsweise wurden Werte von
20 €/m² festgestellt, während in Teilbereichen wie dem Kupferhammer Werte von
10 €/m² ermittelt wurden. Die höchsten Werte mit
40 €/m² finden sich in einzelnen Gewerbebereichen von Finow.
Lage |
Gewerbliche Bauflächen (€/m²) |
Finow/Industriegebiet |
40 |
Kupferhammer |
10 |
Nordend/TGE |
10 - 18 |
Clara-Zetkin-Siedlung |
20 |
Land- und Forstwirtschaftliche Flächen
Bei den land- und forstwirtschaftlichen Flächen in Eberswalde wurden zum Stichtag 01.01.2025 ebenfalls aktualisierte Bodenrichtwerte ermittelt. Landwirtschaftliche Flächen werden nun mit Werten zwischen
0,90 €/m² und
1,1 €/m² bewertet. Die forstwirtschaftlichen Flächen liegen mit
0,45 €/m² bis
0,90 €/m² leicht darunter. Verglichen mit den Vorjahreswerten sind hier meist leichte Steigerungen zu verzeichnen. In Bereichen wie dem Macherslust wurde ein Wert von
7,0 €/m² für landwirtschaftliche Flächen mit besonderem Entwicklungspotential festgestellt.
Flächenart |
Bodenrichtwert (€/m²) |
Landwirtschaftliche Flächen (Standard) |
0,70 - 1,1 |
Forstwirtschaftliche Flächen |
0,45 - 0,90 |
Liegenschaftszinssätze spiegeln Marktentwicklung wider
Die Liegenschaftszinssätze für Eberswalde zum Stichtag 01.01.2024 zeigen eine leichte Anpassung gegenüber dem Vorjahr. Für Mehrfamilienhäuser wurde ein durchschnittlicher Liegenschaftszinssatz von
2,5% ermittelt, mit einer Spanne von
1,0% bis
5,3%.
Immobilienart |
Liegenschaftszinssatz (%) |
Spanne (%) |
Mehrfamilienhäuser |
2,5 |
1,0 - 5,3 |
Immobilienmarkt zeigt rückläufige Tendenz
Der Immobilienmarkt in Eberswalde verzeichnete im Jahr 2023 einen Rückgang der Kauffälle. Insgesamt wurden
89 Kaufverträge für bebaute Grundstücke registriert, was einem Rückgang von
19% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Geldumsatz sank deutlich um
55% auf rund
40,8 Millionen Euro.
Immobilienart |
Anzahl Kauffälle |
Veränderung zum Vorjahr |
Bebaute Grundstücke |
89 |
-19% |
Langfristige Preisentwicklung zeigt moderate Steigerung
Die langfristige Preisentwicklung für Bauland in Eberswalde zeigt in den letzten Jahren eine moderate Steigerung. Der Bodenpreisindex für den individuellen Wohnungsbau im Mittelbarnim, zu dem Eberswalde gehört, ist von 2019 bis 2023 von 184,2 auf 388,0 gestiegen (Basisjahr 2015 = 100). Dies entspricht einer Steigerung von etwa
110% über diesen Zeitraum.
Jahr |
Bodenpreisindex |
2019 |
184,2 |
2020 |
281,1 |
2021 |
372,1 |
2022 |
431,6 |
2023 |
388,0 |