Wohnbauflächen
Die Bodenrichtwerte für Wohnbauflächen in Frankfurt (Oder) zeigen zum Stichtag 01.01.2025 eine deutliche Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr. In attraktiven Lagen wie der Neuberesinschen-Nord sind die Werte auf
65 €/m² gestiegen, während im Zentrum in einigen Bereichen sogar Werte von
180 €/m² erreicht werden. Die Bereiche "Obere Stadt" weisen mit
90 €/m² ebenfalls überdurchschnittliche Werte auf. Auffällig ist die breite Spanne zwischen den einzelnen Stadtteilen, die die unterschiedliche Nachfrage widerspiegelt.
Stadtteil |
Bodenrichtwerte €/m² |
Zentrum |
160 - 180 |
Neubersinchen-Nord |
55 - 65 |
Neubersinchen-Süd |
45 - 55 |
Obere Stadt |
70 - 90 |
Altberesinchen |
65 - 85 |
Booßen |
60 |
Kliestow |
45 - 60 |
Markendorf-Siedlung |
42 |
Gemischte Bauflächen
Bei den gemischten Bauflächen ist zum Stichtag 01.01.2025 eine interessante Entwicklung zu beobachten. Die höchsten Werte werden mit
220 €/m² in zentralen Bereichen der Stadt erreicht. Im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich besonders in den Gebieten nahe des Zentrums eine positive Tendenz. Auffällig sind die Lagen in Gubener Vorstadt mit
160 €/m² sowie die soliden Werte im Bereich der Berliner Chaussee mit
130 €/m².
Stadtteil |
Bodenrichtwerte €/m² |
Zentrum |
160 - 220 |
Gubener Vorstadt |
130 - 160 |
Booßen |
22 |
Markendorf |
20 - 40 |
Gewerbeflächen
Die Bodenrichtwerte für Gewerbeflächen in Frankfurt (Oder) präsentieren sich zum Stichtag 01.01.2025 stabil bis leicht steigend. In attraktiven Gewerbelagen wie der Klimastraße erreichen die Werte
60 €/m². Ältere Gewerbestandorte wie in Markendorf-Siedlung oder periphere Lagen weisen mit
35-
40 €/m² deutlich niedrigere Werte auf, was die unterschiedliche Infrastrukturqualität und Nachfrage widerspiegelt.
Lage |
Bodenrichtwerte €/m² |
Klimastraße |
60 |
Rosengarten/Park |
35 - 40 |
Vorwerk Lichtenberg |
34 - 40 |
Markendorf-Siedlung |
35 |
Land- und forstwirtschaftliche Flächen
Bei den land- und forstwirtschaftlichen Flächen ist zum Stichtag 01.01.2025 eine leichte Wertsteigerung erkennbar. Die landwirtschaftlichen Flächen weisen Bodenrichtwerte zwischen
0,30 €/m² und
1,1 €/m² auf. Besonders im Bereich Rosengarten/Park fallen Werte von
0,85 €/m² auf, während in zentrumsfernen Lagen wie bei Booßen
0,35 €/m² typisch sind. Die forstwirtschaftlichen Flächen bewegen sich in einer Spanne von
0,3 €/m² bis
0,9 €/m².
Flächentyp |
Bodenrichtwerte €/m² |
Landwirtschaftliche Flächen |
0,30 - 1,1 |
Forstwirtschaftliche Flächen |
0,30 - 0,9 |
Liegenschaftszinssätze spiegeln Marktentwicklung wider
Die Liegenschaftszinssätze in Frankfurt (Oder) zeigten zum Stichtag 1. Januar 2024 eine leichte Veränderung gegenüber dem Vorjahr. Für Einfamilienhäuser lag der Zinssatz bei
2,2%, für Mehrfamilienhäuser bei
2,3%.
Immobilienart |
Liegenschaftszinssatz (%) |
Einfamilienhäuser |
2,2 |
Mehrfamilienhäuser |
2,3 |
Wohn- und Geschäftshäuser |
2,3 |
Immobilienmarkt zeigt rückläufige Tendenz
Der Immobilienmarkt in Frankfurt (Oder) verzeichnete im Jahr 2023 einen Rückgang bei den Kauffällen und beim Gesamtumsatz. Die Anzahl der Kauffälle sank um
24,5% auf
321. Der Gesamtumsatz ging um
56,0% auf
63,1 Millionen Euro zurück.
Bei Einfamilienhäusern sank die Zahl der Verkäufe um
29,5% auf
31, während sie bei Reihenhäusern und Doppelhaushälften stabil blieb. Der Markt für Eigentumswohnungen verzeichnete einen Rückgang um
27,7% auf
120 Verkäufe.
Immobilienart |
Kauffälle 2023 |
Veränderung zum Vorjahr |
Einfamilienhäuser |
31 |
-29,5% |
Reihenhäuser/Doppelhaushälften |
29 |
0% |
Eigentumswohnungen |
120 |
-27,7% |
Langfristige Preisentwicklung zeigt positive Tendenz
Die langfristige Preisentwicklung in Frankfurt (Oder) zeigte über die letzten Jahre einen positiven Trend. Der Bodenpreisindex für individuellen Wohnungsbau stieg von
100 im Basisjahr 2015 auf
189,8 im Jahr 2023, was einem Anstieg von
89,8% entspricht.
Jahr |
Bodenpreisindex |
2015 |
100,0 |
2019 |
114,0 |
2020 |
105,5 |
2021 |
103,9 |
2022 |
182,8 |
2023 |
189,8 |
Der Immobilienmarkt in Frankfurt (Oder) zeigte im Jahr 2023 eine gemischte Entwicklung. Während die Anzahl der Kauffälle und der Gesamtumsatz zurückgingen, stiegen die Bodenrichtwerte in einigen Bereichen leicht an. Die langfristige Preisentwicklung bleibt positiv, was auf eine anhaltende Attraktivität des Immobilienmarktes in der Stadt hindeutet.